Die Fertigfutter Hunde Ernährung

Was ist denn drin, im Hunde Fertigfutter?

Oder besser gefragt, was darf laut Futtermittelgesetz im Hunde Futter enthalten sein?

Enthalten sein darf unter anderem: Federn, Hörner, Schnäbel, Wolle, Hufe, Kadaver von Pelztieren, Därme, Blut, Mägen, Kärschlamm, Fruchtblasen, Knochen, Gehirn, Drüsensekrete, Hormone, Hoden, Urin, Kot, Sojaprodukte, Schälkleien, Nachmehle, Erdnussschalen, Kleber, Faserreste der Rüben- und Tomatenverarbeitung, synthetische Vitamine, Antibiotika, Antioxidantien, Appetitanregende Stoffe, Aromastoffe, Bindemehl, Emulgatoren, Farbstoffe, Geliermittel, Konservierungsstoffe, Lösungsmittel, Schmierstoffe, Süssstoffe, Stabilisatoren, Trennmittel, Verdickungsmittel, BHA Butylhydroxyanisol (E320), BHT (E321), Ethoxyquin, Propylgallat, Propylenglykol (Frostschutzmittel), Zitronensäure, Ameisensäure, Kupferverbindungen etc.


Oftmals hören wir von Kunden die Aussage:

„In meinem Futter kann das nicht enthalten sein. Das ist von einem namenhaften Futtermittel Hersteller und der kann sich so etwas nicht erlauben.“ Doch er kann sich das erlauben, und er darf es auch. Denn nach dem Futtermittelgesetz sind alle oben genannten Zutaten erlaubt.

  • Aber eigentlich geht es auch nicht um „erlaubt oder nicht erlaubt", sondern vielmehr um die Frage:
  • Ist es gesund, wenn mein Hund ein Futter bekommt das Hörner, Federn, Schnäbel, Klärschlamm und Nachmehle enthält?
  • Das mit Farbstoffen und Geschmacksverstärkern versehen ist?
  • Das zum größten Teil (meistens zwischen 60-90%) aus Getreide besteht ?
  • Und zum guten Schluss mit Frostschutzmittel konserviert wird?


Wenn Sie jetzt den Griff zu Ihrem Hundefutter gemacht haben und sich das Etikett angeschaut haben, werden Sie sicher feststellen, dass von den o.g. Produkten nichts auf der Verpackung steht. Das stimmt. Die Futtermittelhersteller sind zwar verpflichtet Inhaltsstoffe, Zusatzstoffe usw. auf dem Futter anzugeben, allerdings ist die Deklaration so verworren und unüberschaubar, dass man als Laie dies kaum versteht. Ein Beispiel für die irreführende Deklaration ist die Aufschrift „ohne Zusatz von künstlichen Konservierungsstoffen“. Dies heißt nicht, dass keine Konservierungsstoffe im Futter enthalten sind, sondern lediglich, dass der Hersteller selber keine künstlichen Konservierungsstoffe beigegeben hat.

Er kann sich aber die Zutaten, zum Beipiel Fett, schon konserviert anliefern lassen und darf trotzdem diese irreführende Aussage auf seinem Produkt angeben.

Ein weiteres Beispiel für den Deklarationsdschungel:


Auf einer 5kg Trockenfutterverpackung steht die Bezeichnung:

A) mit 10% Geflügel

B) mit 10% Geflügelfleisch

C) mit 10% Geflügelfleischmehl

D) mit 10% Geflügelmehl

Was verbirgt sich dahinter? Wo liegt da der Unterschied?

A) hier sind 500gr. - gewogen im Frischezustand - Nebenprodukte von Geflügel enthalten, also Schlachtmüll.

B) hier sind 150gr. Fleisch von Geflügel enthalten. Dies kommt daher, dass das Fleisch im Frischezustand gewogen wird. In diesem Zustand besteht das Fleisch aber noch zu 70% aus Wasser, nach dem Trocknen bleiben dann noch 30% über.

C) hier sind 500gr. -gewogen im getrocknetem Zustand- Fleisch von Geflügel enthalten.

D) hier sind 500gr. –gewogen im getrockneten Zustand- Nebenprodukte von Geflügel, kein Fleisch, enthalten.


Das heißt, in diesem Fall wäre im Futter C der höhste Fleischanteil.

Verworren ? Ja!

Wir möchten Ihnen helfen, Futtermittelangaben besser zu verstehen und Ihnen zeigen, wie Sie Ihren Hund auch mit Fertigfutter gesund ernähren können.

 
 
 
 

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